Aktuelles

Besuch aus Tansania

Am 16.08.2019 hieß es bei uns "Karibu Sana" was auf Deutsch "Herzlich Willkommen" heißt. Wie durften sechs Gäste aus unserer Partnerregion Arushachini Chemchen in Stötteritz begrüssen. Die Delegation ( drei Frauen und drei Männer ) wurde nach Abholung vom Flughafen in der Marienkirche offiziell begrüßt. Im Anschluss traff man sich zu einem gemeinsamen Abendessen und ersten Gesprächen im Gemeindehaus bevor für unsere Gäste ein langer Tag zu Ende ging. Zusammen erlebten wir sehr viel, lernten die Kulturen kennen und entdeckten Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede. Am Mittwoch den 28 August fuhren unsere Gäste in Begleitung von Frau Meyer sowie Frau Tewes mit den Zug nach Hannover Marienwerder, wo sie durch unsere Partnergemeinde herzlichst begrüsst wurden.

Wir hatten eine schöne Zeit und freuen uns schon jetzt auf die nächste Delegation in zwei Jahren. Über das Engagement vieler Gemeindemitglieder sind wir sehr erfreut und möchten uns sehr herzlich bedanken.

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Reise nach Tansania

Teilnehmer der Reise: Gesine Baumecker

  • Paula Hilbert
  • Pauline Rochlitzer
  • Damian Meyer
  • Heinrich Zimmermann
  • Regina Meyer

9.8. Ankunft mit 2 Std. Verspätung auf dem KIA, großer Empfang mit Liedern und Gebeten, noch größerer Empfang um Mitternacht in TPC mit Jubel, Essen, Chorgesang. Unterkunft im Pfarrhaus.

10 .Offizieller Empfang, kleiner Gottesdienst mit dem Komitee, allen Mitbeitern und Pfarrern , Übergabe der mitgebrachten Gelder, Essen, Rundgang, Kennenlernen der den Ort bestimmenden Zuckerfabrik, aus Zeitgründen leider nur von außen,

11-12. TPC

13. Kiyungi

14. Moshi, Bischof Dr.Shoo ist in einer Besprechung der Kirchenleitung, Grüße und Kerze der Sekretärin übergeben, Rundgang durch Stadt, Geld tauschen, Einkaufen, Essen im UmojaHostel

15.-16. Chekereni

17. Besuch der Bibelschule Mwika (die Studenten hatten Ferien) Besuch bei Pfr.Kimarisa in Uuwo, gegen Abend Umzug nach Msitu wa Tembo, großer Empfang vor dem Pfarrhaus, Unterkunft dort

18.-19. Magadini

20.-21. Msitu wa Tembo, abends großer Abschiedsgottesdienst mit Ziege und vielen Geschenken und Grüßen, danach zurück nach TPC

22. Farewell im Hof des Pfarrhauses TPC,

Dank an die Jugendlichen für ihr Kommen als Zeichen der Hoffnung für die Zukunft der Partnerschaft, Dank für alle finanzielle Unterstützung, viele Briefe und Geschenke für die Gruppe und die Gemeinden MW und Stö, unser Dank für das gut vorbereitete Programm und die wunderbare Fürsorge und Versorgung

23.-26. Fahrt mit dem Linienbus nach Lushoto in die Usambaraberge, 2 Wandertage, gebucht bei „Tupande Usambara“ -empfehlenswert!!

  • 1. zum Irenteviewpoint und der Irentefarm bei sehr schönem Wetter
  • 2. zum Kisasa Wasserfall bei Regen und Matsch

Unterkunft im TumainiHostel, zurück nach TPC mit dem Linienbus

27.8. Moshi, Rundgang, Einkaufen, zum Essen ins UmojaHostel eingeladen, noch Briefe und Geschenke wurden mitgebracht, Einladung der uns begleitenden Frauen ins UNION Cafe, Koffer packen!!! Besonderen Dank an die Frauengruppe, den Wachmann und Gehilfen, den Pfarrer und die 2 uns fast immer begleitenden Jugendlichen in Form von Geschenken

28.8. Abflug 21:55 vom KIA, Bischof Dr.Shoo hatte alle Mitarbeiter, Pfarrer und Synodale vom 23. bis 28.8. zu einem Seminar eingeladen, so daß wir Herrn Koshuma erst auf dem Weg zum Flughafen wiedergesehen haben.

Sehr bewegender Abschied auf dem Flughafen mit Singen des Partnerschaftsliedes „Mahali ni pazuri“, Gebeten und Segen.

KWAHERI - AUF WIEDERSEHEN!!       

Als Fahrer des Autos stand uns zu unserer Freude Bryson Fredrick zur Verfügung, der schon beim Workcamp 2015 der Fahrer war und 2016 beim Reverseprogramm in Leipzig mit dabei war. Bryson war immer guter Stimmung und brachte uns sanft aber oft überladen, selbst auf den unwegsamsten Wegen, sicher und singend ans Ziel.

Brightson und Innocenti, 2 Jugendliche aus TPC, begleiteten uns mit ihrer Begeisterung, Herzlichkeit und Erfahrung fast überall hin, waren von früh bis abends beim Programm dabei, auch zur Entspannung beim abendlichen Kartenspiel, was allen großen Spaß machte.

Als Geschenke überreichten wir in jeder der 5 Gemeinden Fußbälle mit Pumpen, Partnerschaftskerze und Großen Kalender für 2019.

Die Fußbälle erwiesen sich als zu wenig, jede Gemeinde ist fußball- und sport-begeistert und möchte einen Fußball, das wären 32 Bälle und Pumpen.

Gut wäre, wenn die nächste Reisegruppe sich diese Projektes annähme. Versorgt wurden wir vorzüglich während der ganzen Zeit. In TPC machte das die Frauengruppe, 16 Frauen, die sich abwechselten und es zusätzlich zu ihrer normalen  Arbeit als Berufstätige und Hausfrauen machten. Als kleine Entlastung übernahmen wir den abendlichen Abwasch. Die Frauen treffen sich 2x in der Woche, als Gruppe verdienen sie sich Geld dazu, in dem sie ihre Kochkünste samt Equipment für Feste und Feiern verleihen. Ihr größter Wunsch ist es, einmal als Gruppe nach MW und Stö kommen zu können um zu sehen und zu schmecken wie und was wir kochen. Auch in Msitu wa Tembo versorgten uns die Frauen mit viel Liebe und großem Einsatz, da wir aber oft sehr spät zurückkamen, waren sie schon gegangen- keiner ist gern im Dunklen unterwegs. Und sie sorgten für eine Schneiderin, die uns maßnahm und schöne Kleider und Hemden nach unseren Wünschen nähte, die wir zum Abschiedsgottesdienst trugen.

Die Kindergärten im Partnerschaftsgebiet sind oft nicht gut ausgestattet, bedanken sich aber alle für die Unterstützung des Essens der Kinder!!

Gesehen haben wir Schaukeln und Karuselle für die Kinder.

Gebeten wurden wir um Unterstützung der Ausstattung mit Matten, Tischen

und Stühlen und kleineren Bällen.

1 m Matte (= 1 Kind) kostet ca 5 € und

1 Tisch mit 2 Stühlen (Plaste) ca 17 €.

Das Besondere bei dieser Reise war, daß sie durch die Jugendlichen sehr sportlich geprägt war. Das war für die vielen Kinder, die neugierig auf die Gäste waren, sehr schön und zeigte sehr eindrücklich, wie Sport Menschen über Sprachgrenzen hinweg miteinander verbinden kann. Durch das Spiel sind hilfreiche Strukturen entstanden,

die Regelverständnis und Fairness verstärkt haben. Und die Begeisterung hat alle miteinander verbunden!!

Den Geldumtausch umgingen wir und übergaben alle Gelder in Euro.

Das sparte Zeit (ChristianBookshop!) und wir alle mußten nicht in die unangenehme Situation des Prüfens und Beobachtens beim Einkauf aushalten.

Der Schatzmeister der Partnerschaft ist nach wie vor in bewährter und vertrauensvoller Weise der Evangelist i.R. Jackson Mkumbo.

Für die sog. Nebenausgaben darf nicht zu wenig Geld eingeplant werden, es sind immer Begleiter da, die zum Essen eingeladen werden, auch für zusätzliches Benzingeld oder Fahrgeld (für Jugendliche) und nicht geplante Geschenke. Auch an die Versorgung der Besucher von weiter her mit Wasser und evtl Gebäck muß gedacht werden, Trinkwasser muß reichlich gekauft werden.

TPC 11. bis 12.8.

Besuch aller 4 Predigtplätze: TPC

Nambanane

Mserekia

Massaini

  • in Nambanane als Überraschungsgast Sup.i.R. Kennedy Kisanga getroffen,

Dank an die Jugendlichen als Hoffnungsträger der Partnerschaft

  • in TPC Gespräch mit den Kirchvorstehern,

über das ScholarshipProgramm gesprochen, es gibt ein Komitee dafür,

Pfr.Minja (Chekereni) ist der Vorsitzende,

der KV Vorsitzende David Shilatu ist nicht dabei, wurde aber beim Farewell

auf Vorschlag des Abgeordneten Rojas Mmari als Advokat dazu berufen.

  • am Sonntag 2 Gottesdienste: 7 Uhr in Mserekia, anschließend Besichtigung

des Kindergartens, 40 Kinder in 2 Gruppen,

Lehrerin istLily Jeremiah (seit 2011)

10 Uhr in Massaini sehr lang, aber lebendig

mit Auslösung und Übergabe des Pokals der

Frauengruppe TPC an die Frauen von Massaini

  • in TPC arbeitet die Nähschule nicht,

in den Workshop hat sich ein Tischler eingemietet, der Möbel repariert und baut.

  • TPC hat in den letzten Jahren viele Pfarrerwechsel hinter sich, auch wir begegnen einem Neuen : Nuruel Mmbaga, der erst seit Ende Juli da ist und uns sehr freundlich begleitet, aber sich natürlich noch nicht auskennt, im Oktober haben wir erfahren, daß auch er verstzt ist und ein neuer da ist, Robson Mmanga heißt und 1993 Mitglied der Delegation nach Mwu.STö war.

  • Mitarbeiter der Gemeinde sind :(Pfr. Mmbaga) NEU: Pfr.Robson Mmanga

Lehrerin im Kiga: Parishworkerin Aisesia Swai

Lily Jeremiah Ev. Ayubu Lenare, Ev. Noeli Makeseni

Ev. Frau Kundaely

Ev.im Ehrenamt Mzee Kanyika

Ev.i.R. Jackson Mkumbo im Büro

  • das Pfarrhaus ist in einem guten Zustand, frisch gemalert, Bad und Toilette

sind neu gefliest und es gibt eine helle Lampe am Waschbecken !!

KIYUNGI 13. bis 14.8.

Das ist die kleinste Gemeinde im Partnerschaftsgebiet mit

  • Kiyungi center
  • Weruweru
  • Marigatembo – wurde schon seit einiger Zeit nicht mehr besucht
  • im Frauen- und Kinderzentrum in Kiyungi ist das Dach gedeckt und schmiedeeiserne Fensterrahmen, noch ohne Glas, sind eingebaut, sonntags wird es auch als Kirche benutzt. Toiletten sind gebaut.
  • Den Bauausschuß leitet Mama Masaoe, sie bemühen sich sehr und jeder „Pfennig“ wird für die Fertigstellung des Zentrums ausgegeben
  • Gegenüber des Zentrums, auf dem Feld soll die Kirche neu gebaut werden.
  • In Weruweru gibt es den kleinen Kindergarten mit +/- 20 Kindern, die Frau des Evangelisten leitet ihn und eine Lehrerin im Ruhestand steht ihr zur Seite
  • das Maisfeld der Gemeinde sah grün und nach guter Ernte aus.
  • Die Mitarbeiter der Gemeinde sind:
    • Pfr. Jose Kimaro
    • Ev. Michael Kaniki
    • Ev. Im Ehrenamt Lehrer
    • Edwin Mlay
    • Leherin im Kiga Frau Kaniki
    • Assistentin Bellarose Maeda
  • Weil ein Tag für den Besuch der Gemeinde ausreichend war, konnten wir den zweiten geplanten Tag mit Pfr.Kimaros Zustimmung für Moshi verwenden.

Chekereni 15. bis 16.8.

Wir haben alle Predigtplätze besucht:

  • Mtakuja
  • Uarushani
  • Josho
  • Newland
  • Nazareth
  • Rauriver
  • Chekereni center
  • Chekereni hatte ein gut strukturiertes, auf die Jugendlichen zugeschnittenes Programm vorbereitet.
  • An jedem Ort wurden Erinnerungsbäume gepflanzt, die zu kleinen Wäldchen oder Alleen weiterbepflanzt werden sollen,
  • jeder Ort hat einen Brunnen mit Pumpe (mit Hilfe der Schweden errichtet),
  • es waren Gesprächsrunden organisiert mit Themen „Globalisierung“ und „Abwesenheit der Jugendlichen im Gottesdienst“, zu dem die Jugendlichen von der Jugendkirche in Leipzig erzählten.
  • Herr Maeda hat der Gemeinde in Newland ein Stück Land geschenkt, um eine Krankenstation darauf zu bauen.
  • Die Gemeinde hat für die Mitarbeiter ein Auto gekauft und es mit dem Logo der Gemeinde kenntlich gemacht.
  • Die Kindergärten sind mit Schaukeln im Außenbereich ausgestattet
  • Der Höhepunkt zum Abschluß war ein gemeinsames Volleyballspiel der Jugendlichen mit Pfr. Minja als Schiedsrichter, große Begeisterung!!
  • Die Mitarbeiter sind: Pfr. Tumaini Minja parishworkerin Judith Mwende
  • Ev. Martin Daudi Ev. Onesmo Gunda
  • Ev. Stefano Mwanga
  • Ev. Gerald
  • Ev. Sadock Mmuru
  • Ev.i.R. James Kitema Ev.i.R. Elibariki Mmanga
  • Ev. Tumaini Werema

Magadini 18. bis 19. 8.

  • Predigtplätze der Gemeinde: Ngorica C besucht Korongo bes. Magadini center bes. Kiruani kurz gehalten Majengo bes. Chemchem, Chambogo, Mashambani

  • große Entwicklung in Ngorica C: neue große Kirche, es gibt einen Brunnen

mit Solarantrieb und großenWassertank, der auf eine Spende eines Amerikaners zurückgeht, der die Anlage dem Andenken seiner verstorbenen Frau gewidmet hat.

Es ist ein Pfarrhaus mit Gästetrakt im Bau mit wunderbarem Blick auf den Nyumba ya Mungu und die Pareberge

  • in Magadini center und Korongo hat die christliche Organisation

„Compassion“ Fuß gefaßt, die sich mit Hilfe von Sponsoren um Kinder aus schwierigen Verhältnissen und deren Bildung kümmert und jeweils einen Kindergarten im Bau hat, neue Toilettenhäuser mit Wasseranschluß sind schon fertig und standen kurz vor der Einweihung

  • Mama Nairukoki Kengelemingi stellt ein Stück Land zur Verfügung, um eine Krankenstation für Schwangere zu bauen- sie bittet um unser Gebet dafür

  • Gottesdienst in Majengo und Chorausscheid in Magadini

Einladung zum großen Fischessen bei der Witwa Anna Kishia,

sie dankt sehr für die jährliche Unterstützung der Schulgebühren.

  • Nach wie vor sind die Straßenverhältnisse außerordentlich schlecht und

es gibt keine Infrastruktur des Verkehrs, d.h. ein Bus sehr früh in die Stadt und abends zurück, die Menschen müssen die gefährlichen Mitfahrten auf den Sandlastern nutzen

  • die Mitarbeiter können bei den Wegen keine Räder benutzen, sie sind bei den großen Entfernungen auf teure Mororradtaxen angewiesen oder haben eigenes Motorrad

  • Mitarbeiter sind: Pfr. Robinson Moshi

Ev. Leah Kengelemingi, Ev. Matayo Kengelemingi,

Ev. Patrick Waziri, Ev. Danieli Mmanga

Ev. Emanueli Mfiome in Ausb.in Mwika

Frank Machungwa im Ehrenamt

 

 

Msitu wa Tembo 21. bis 22.8

Predigtplätze sind: Mikocheni center, Mikocheni ndogo, Mikocheni Massaini Kirungu Kiwoi, Kiwoi Massaini Mbuyuni Israeli Serengeti, Londoto

Emanueli (= Londoto B)

  • ein entfernungsmäßig sehr weit auseinander gelegenes Gebiet, für nur einen Pfarrer eigentlich eine Überforderung, auch die Mitarbeiter leisten sehr viel!

  • Pfarrer Mmari sagt: ich bin ein Kind von hier, die Leute kommen, wann sie wollen und ich kann nicht nein sagen. Wie lange kann er das so noch aushalten? Die Gemeinde hat um einen zusätzlichen Pfarrer gebeten, kann ihn aber nicht bezahlen. Sie kommen sich wie das ungeliebte Kind vor , die anderen 4 Gemeinden haben zusätzliche Hilfe/Partnerschaft, sie nicht.

Auf dem Weg nach Mikocheni haben wir den infolge eines Unfalls querschnittsgelähmten jungen Mann Stanley Mmari besucht, das war eine sehr bewegende Begegnung!!

  • Das Programm war sehr dicht und voll, wir waren bei 2 Begräbnissen in Mikocheni, was eindrücklich und nicht leicht für die Jugendlichen war.

Und wir waren immer zu spät.... Trotzdem hat Pfr. Mmari den Jugendlichen in Mikocheni ihren Wunsch nach einer Bootsfahrt auf dem Nyumba ya Mungu ermöglicht.

  • in den Gemeinden empfingen uns oft Jugendchöre und machten uns wieder munter mit ihrer ansteckenden Freude und den tollen rhythmischen Gesängen!!

  • das Pfarrhaus in Kiwoi war frisch renoviert, eine Wassertoilette war in einem Zimmer eingebaut, ein neu eingebautes gefliestes Bad mit Toilette gab es!!

Vor dem Haus stand ein Wassertank, toll, was alles möglich ist, auch in Msitu!!

  • Die Mitarbeiter der Gemeinde:

  • Pfr. Yohana Mmari, Evangelisten: Michael Were, Danieli Mmunga,

Stefano Mmanga, Elirehema Mphuru,

Petro Pastori Mkumbo, Parishw. Margret Were Isaya S.Kolombo

Ev. im Ehrenamt: Andrea Laizer, Ebenezer Marko, Sifaeli I. Nguhuni

Allan Mmari, Edvard Taluka,

 

Lehrerin im Kiga Kiwoi: Mama Salome

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Besuch aus Tansania

Anlässlich unserer Partnerschaftsbeziehung besuchte uns eine Delegation bestehend aus zwei Frauen und fünf Männer aus der Partnerregion Arushachini und Chemchen in Stötteritz. Für die Zusammenkunft sind wir sehr dankbar und als Christen freuen wir uns über Kontinente, Hautfarbe und Traditionen hinweg in Jesu Christus verbunden zu sein.

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Workcamp in Leipzig

Gäste sind ein Segen.

Das ist das Motto unserer Partnerschaft mit Hannover-Marienwerder und Gemeinden in Tansania (Arushachini/Chemchem). Die Gründer, die vor 45 Jahren die ersten Partnerbeziehungen in die Wege geleitet hatten, haben es immer wieder so beschrieben. Inzwischen haben sie die aktive Partnerschaftsarbeit weitestgehend an die nächste Genration weitergegeben. Durch die deutsche Wiedervereinigung bekamen die Partnerbeziehungen einen neuen Impuls. Begegnungen waren nun in alle Richtungen möglich. Das kirchliche tansanianische Partnergebiet, das wesentlich aus der Arbeit der Leipziger Mission hervorgegangen war, ist inzwischen auf fünf Gemeinden und mehr als dreißig Untergemeinden angewachsen. Gäste sind ein Segen. Das spürt man als Gastgeber und als Besucher. Beide sind Beschenkte. Wichtig ist, sich zu kennen und aneinander Anteil zu nehmen. Mit der Zeit hat sich ein ziemlich regelmäßiger Besuchsrhythmus ergeben. Aller zwei Jahre fahren Gemeindeglieder aus Hannover und Leipzig in die Gegend südlich des Kilimandscharo, in den dazwischen liegenden Jahren kommen Delegierte aus den fünf Gemeinden unserer tansanianischen Partnerschaft.

2015 und 2016 wurde nun eine neue, für junge Leute ansprechende Form der Begegnung ausprobiert. Im vergangenen Jahr flogen Jugendliche aus Leipzig und Hannover zum Kilimanjaro-Airport, um in den verschiedenen Partnergemeinden gemeinsam mit tansanianischen Jugendlichen ein Workcamp durchzuführen. Es wurden an verschiedenen Orten gemeinsam Bäume gepfl anzt. Bei den verschieden gemeinsamen Arbeiten kam man sich näher und schloss Freundschaft. Vom 8. bis 30. August 2016 erfolgte nun der Gegenbesuch. Zehn junge Leute aus Tansania und der Pfarrer von Msitu wa tembo Arnold Temu waren bei uns zu Gast. Dadurch, dass man sich schon im Workcamp im vergangenen Jahr recht gut kennengelernt hatten, fand man sehr schnell wieder zueinander Kontakt. Die Idee für das Workcamp 2016 bestand in einer Fahrradwerkstatt. Alte Fahrräder wurden aus der Gemeinde und ihrem Umfeld gespendet. Unter fachlicher Anleitung durch Hr. Alexander Sarodnik von Velowelt (Sellerhausen) wurden die defekten Fahrräder gesichtet, gereinigt und mehr oder minder auseinandergeschraubt. Am Ende standen 18 fahrbereite Räder im Stötteritzer Pfarrgarten. Alle Beteiligten haben manches dazu gelernt.

Nachdem ausreichend verkehrssichere Fahrräder verfügbar waren, wurde das Wagnis unternommen, in der Freizeit auch gemeinsam unterwegs zu sein. In Tansania bewegt sich der Verkehr nach etwas anderen Regeln, nicht zuletzt fährt man dort wie in England auf der linken Fahrbahnseite. Nach einer anfänglichen Stadtteilrunde zu Fuß war man recht bald als Fahrradkolonne „auf Achse“. Von ein paar Autotouren zu entfernteren Zielen wie Wittenberg, Eisleben und Hannover abgesehen, wurden die stadtnahen Routen mit dem Fahrrad bewältigt. Nicht eine Straßenbahnfahrkarte wurde in Leipzig benötigt. Die Gruppe nutzte das schöne August-Wetter. Man umrundete den Cospudener See, war auch im Markkleberger See baden, bestieg das Völkerschlachtdenkmal und den Nikolaikirchturm und erlebte eine fachkundige Führung durch das Labor für erneuerbare Energien der HTWK. Großen Eindruck hinterließ der Besuch einer Feuerwehrzentrale im Messegrund, wo die moderne Ausrüstung ausprobiert werden konnte.

Auch anderen Formen der Mobilität begegneten die Gruppenteilnehmer. Die Elbe bei Coswig überquerte man mit der Fähre, um zum Wörlitzer Park zu gelangen. Auf dem Karl-Heine-Kanal paddelte die Gruppe bis zum Lindenauer Hafen. Die Harzquerbahn bei Drei Annen Hohne, die vielleicht noch etwa so aussah, wie die frühere Eisenbahn bei Moshi, deren Schienen aus der Kolonialzeit sich bis heute erhalten haben, und eine moderne Werkstatt der Deutschen Bahn regten zu Gesprächen über die Entwicklung und Perspektiven der Verkehrstechnik an. In Hannover begegneten die Workcampteilnehmer Leuten, die über viele Jahre die Partnerschaft geprägt und weiter geführt haben. Stellvertretend seien nur „Mama“ Wagner, Herr Dieter Luther, Herr Speit oder Frau Hungershöfer-Kuntze genannt. In der ökumenischen Kontaktstube Oase kam die Gruppe auch mit Obdachlosen in Kontakt und erfuhr einiges über soziale Probleme, die Menschen auch in unserem Lande haben können. Auch die deutschen Teilnehmer waren zum ersten Mal in diesem Treffpunkt gewesen. Zweimal besuchte die Gruppe das Leipziger Missionswerk.

Dort fanden sich etliche Bilder von Missionaren, die einstmals den christlichen Glauben nach Tansania gebracht hatten. Dort traf man auf Freiwillige die als junge Leute für ein Jahr u.a. auch nach Tansania gehen wollen und im Gespräch mit unseren Gästen manches Authentische erfahren konnten. Zugleich wurden die Gäste aus Tansania mit der Möglichkeit vertraut gemacht, sich auch für ein Jahr in Deutschland beim Leipziger Missionswerk zu bewerben. Gäste sind ein Segen. Das hieß auch mit Lutherischen Christen aus Tansania die Lutherorte in Wittenberg und Eisleben mit neuen, wachen Augen zu betrachten und gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Die traditionelle lutherische Gottesdienstform war vertraut und bedeutete für die Gäste, ein Stück Heimat zu erleben. Neue Formen wie ein Familiengottesdienst zum Schuljahresbeginn oder als zentraler Jugendgottesdienst in der Friedenskirche wurden mit Interesse gemeinsam gefeiert. Und immer wieder stand das Fahrrad im Mittelpunkt.

Es wurde deutlich: Das Fahrrad ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel für „einfache“ Leute, sondern ist ökologisch, verkehrstechnisch und nicht zuletzt für die persönliche Gesundheit von großem Vorteil. Im Leipziger Großstadtverkehr war man manchmal auch schneller unterwegs, als es mit Autos möglich gewesen wäre. Und es machte einfach auch Spaß. Das haben die jungen Leute aus Tansania und Deutschland auf ihren gemeinsamen Touren immer wieder gemerkt! Gäste sind ein Segen. Gemeinsam zu singen, zu beten, Gottesdienstzu feiern, unterwegs zu sein und Vertrautes mit neuen Augen zu betrachten, war für alle eine große Bereicherung.

Aber vor allem war es eine intensive menschliche Begegnung. Freundschaften haben sich verstärkt und als man zum Abschied auf dem Flughafen das Partnerschaft slied „Mahalini pazuri“ anstimmte, standen allen die Tränen in den Augen. Wann werden wir uns wieder sehen? Spätestens im Himmel - oder doch schon eher?

Es grüßt Sie Ihr Pfarrer C. Grunow

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